231_3102_rgb.jpgBild: GEP

Liebe Leser:innen,

ein neues Jahr liegt vor uns mit neuen Möglichkeiten, Wünschen, Träumen und Sehnsüchten, aber sicher auch mit Fragen nach der Zukunft, mit Aufgaben, Herausforderungen und vielleicht auch mit Ängsten und Unsicherheiten.

Das Leben, andere Menschen und wir selbst stellen uns im Laufe des Lebens immer wieder die Frage:

Wo kommst du her und wo willst du hin?

Gerade am Beginn eines neuen Jahres kann es sinnvoll sein, dieser Frage bewusst Aufmerksamkeit zu schenken. Manchmal wissen wir selbst nicht genau, was wir wollen und wo wir hinwollen. In all unseren Überlegungen, unserer Orientierungssuche und unseren Zukunftsfragen sieht uns Gott. Er sieht dich und mich und er will uns auf einem guten Weg leiten. Das kann ein neuer Weg mit einem neuen Ziel sein. Vielleicht schickt er uns aber auch dahin zurück, von wo wir kommen.

Manchmal warten wir sehnsüchtig darauf, dass etwas Besonderes oder Großes in unserem Leben passiert. Dass sich unsere Wünsche und Träume erfüllen. Auch Sarai und Abram haben lange gewartet, dass sich die Zusage Gottes in ihrem Leben erfüllt und sie endlich ein Kind bekommen. Doch als sie schließlich hochbetagt immer noch darauf warten, nehmen sie die Erfüllung ihres Lebensglückes selbst in die Hand. Sarai überredet Abram, ein Kind mit ihrer ägyptischen Magd Hagar zu zeugen. Hagar soll als Leihmutter für Sarai fungieren. So wird Hagar von Abram schwanger. Bei einer solchen Situation ist Ärger vorprogrammiert.

In der Folge, achtet Hagar ihre Herrin gering und strahlt eine gewisse Überheblichkeit aus, woraufhin die tief getroffene Sarai Hagar demütigt. In ihrer Verzweiflung flieht Hagar aus der Konfliktsituation in die Wüste. 

An einer Wasserquelle begegnet ihr der Engel des Herrn und stellt ihr die zentrale Lebensfrage:

Wo kommst du her und wo willst du hin?

Doch Hagar antwortet nicht direkt darauf. Vielleicht weiß sie gerade schlichtweg nicht mehr ein noch aus. Woher, wohin – keine Ahnung! Stattdessen beschreibt sie ihre aktuelle missliche Lage. Sie ist von ihrer Herrin Sarai geflohen.

Mehr braucht Hagar dem Engel nicht zu sagen. Gott hat ihre verzweifelte Lage und ihre Fragen nach der Zukunft längst gesehen. Er sieht sie und er versteht sie wirklich.

Durch seinen Engel weist er Hagar den Weg: „Kehre wieder um zu deiner Herrin und demütige dich unter ihre Hand.“ Geh zurück und ordne dich wieder unter.

Ehrlich jetzt? Zurück in die Konfliktsituation? Zurück in die Fremdbestimmung?

Eine herausfordernde Anweisung! Aber der Engel gibt Hagar auch eine segensreiche Verheißung mit: „Ich will deine Nachkommen so mehren, dass sie der großen Menge wegen nicht gezählt werden können.“

Hagar vertraut der Wegweisung und der Zusage Gottes durch seinen Engel. Sie ist sicher, an diesem Ort hinter dem hergesehen zu haben, der sie angesehen hat. So gibt sie Gott den Namen „El Roï“, das heißt: „Du bist ein Gott, der mich sieht“.

Gott hat Hagar gesehen, er hat sie angesehen und ihr Ansehen verliehen und er tut es auch weiterhin. In dieser Gewissheit kann sie zurückkehren in die schwierige, konflikthafte Dreieckskonstellation.

Wo auch immer Gott dich in diesem Jahr hinführt, sei gewiss: Gott ist ein Gott, der dich sieht.

Ein segensreiches Jahr 2023 wünscht Diakonin Sophie Knopp!

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.



Ermutigungstag am 25. März in Kevelaer

EFG Kevelaer Der AK Senioren lädt ein: Ein Ermutigungstag für Mitarbeitende und weitere Interessierte. „Dein Wort ist wie Honig - Die Bibel genießen“.  .

01.12.2022


Ökumenische Übersetzungsarbeit leisten

Regelmäßig zu Jahresbeginn treffen sich die ACK-Delegierten der BEFG-Landesverbände. Zu Gast war Erzpriester Radu Konstantin Miron.

26.01.2023

Von Katzen, Blattläusen und Säbelzahntigern…

Versöhnung ist das Herzstück des Evangeliums – das erläuterte Prof. Johannes Reimer (Bergneustadt) zunächst aus biblischer Perspektive..

25.01.2023