Liebe Leserinnen und Leser,212 2506 rgb

wenn Jesus das sagt, dann trauen wir ihm das zu, oder? Er kann schließlich Totes lebendig machen. Warum sollen also nicht auch Steine schreien können?

Aber ist das überhaupt nötig?

Nur wenn „diese“ schweigen. Wer sind denn „diese“?

Es sind die Menschen, die Jesus voller Freude zujubeln und sogar ihre Kleider vor ihm ausbreiten, als er in Jerusalem einreitet. Jesus, diesem Mann, der da ziemlich bodenständig auf einem Esel angeritten kommt.

Ja, für die Pharisäer ist Jesus wahrscheinlich nur ein Mann, der sich als König feiern lässt. Ein Wichtigtuer. Auch wenn die Schriftgelehrten ihn als „Meister“ oder „Lehrer“ anreden, so ist dieser Jesus noch lange keiner von ihnen oder gar ein König und schon gar nicht der erwartete Messias. Das kann doch nicht sein!

Die Volksmenge sieht jedoch wesentlich mehr in diesem Mann. Die Menschen jubeln Jesus zu und loben ihn mit den Worten aus Psalm 118 zu: „Gelobt sei, der da kommt, der König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe!“ 

Den Pharisäern ist das Ganze zu viel. Sie fordern Jesus auf, seinen Jünger:innen zu sagen, dass sie aufhören sollen. Doch Jesus denkt gar nicht daran. Die Welt soll hören, dass ER der versprochene Friedenskönig und von Gott gesandte Retter ist.

Wenn die Gute Nachricht sich nicht durch die Jubelrufe der Menge Bahn bricht, dann wird es auf anderem Wege geschehen. Notfalls würden sogar Steine die Heilsbotschaft herausschreien. Damit macht Jesus ganz klar, dass er die göttliche Vollmacht hat, Steine lebendig zu machen.

Von Petrus und Johannes lesen wir in Apostelgeschichte 4,20, dass es ihnen unmöglich ist, nicht von dem zu reden, was sie gesehen und gehört haben. Das bekennen sie sogar freimütig vor dem Hohen Rat.

Ich frage mich, ob wir das auch so über uns sagen können.

Wie oft lassen wir uns von Gedanken ausbremsen, wie:

  • „Das kann ich doch nicht öffentlich sagen.“
  • „Ich kann doch nicht Menschen, die nichts von Jesus hören wollen, mit meinem Lobpreis überfordern.“
  • „Was werden die dann von mir denken?“

Jesus zeigt uns mit seinen Worten, dass er uns in unserem Lobpreis nicht ausbremst.

Das Bild von den schreienden Steinen macht mir insofern Mut, dass Jesus auch uns wieder lebendig machen kann, wenn wir wie tote Steine sind. Wenn wir aus Menschenfurcht oder anderen Gründen wie gelähmt sind. Wenn unser Mund trocken und unsere Hände feucht werden und wir es manchmal einfach nicht schaffen, unseren Glauben zu bekennen und anderen von dem zu erzählen, was wir mit Jesus erlebt haben.

Gott will uns als Botschafter:innen seiner Guten Nachricht gebrauchen. Aber wenn wir uns dann doch einmal selbst im Weg stehen oder uns von anderen ausbremsen lassen, können wir sicher sein, dass Gott auch noch andere Wege hat.

Eure / Ihre Sophie Knopp

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.



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