215 4201 rgbBild: GEP„Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch, und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt's in einen löchrigen Beutel.“  (Haggai 1,6)

Ganz schön frustrierend, oder? Da müht man sich ab, engagiert sich, investiert Zeit und Kraft und doch kommt nicht das erwünschte Ergebnis dabei heraus. Ist denn alles Tun vergebliche Mühe oder ein „Haschen nach Wind“, wie es der Prediger Salomo formuliert (Pred 1,14)?

Nein, es muss nicht so sein. Wenn alles Tun sinnlos oder vergeblich wäre, würde sich die Menschheit wahrscheinlich komplett zur Ruhe setzen. Das wäre dann wirklich trostlos und frustrierend.

Aber warum hat der Prophet Haggai seine Worte an das Volk von Juda so gewählt? Doch bestimmt nicht, um ihnen zu sagen: „Lasst eure Bemühungen lieber alle bleiben. Das hat doch eh alles keinen Zweck“.

Die Menschen von Juda waren gerade aus der babylonischen Gefangenschaft nach Israel zurückgekehrt. Da ist es doch nur verständlich, dass sie sich nach Kräften um den Wiederaufbau ihrer Häuser und um einen guten Lebensstandard bemühten. Wo lag dabei das Problem?

Problematisch war die Prioritätensetzung. Die Menschen kümmerten sie zunächst um sich selbst, um ihre eigenen Lebensbedingungen und Sicherheiten. Sie lebten in getäfelten Häusern, während Gottes Tempel wüst und zerstört war. Es kam ihnen nicht in den Sinn, sich Gott und dem Wiederaufbau seines Hauses zu widmen.

Deshalb ermahnte Haggai das Gottesvolk. Woraufhin die Juden ihr Vertrauen wieder auf Gott setzten und mit den Arbeiten am Bau des Jerusalemer Tempels begannen. Sie hatten erkannt, dass Gott sie versorgen, beschützen und ihre Bemühungen segnen wird.

Gott spricht durch Haggai: „Achtet doch darauf, wie es euch geht!“ (Hag 1, 5.6). Haben auch wir einen Blick darauf, wie es uns geht? Erkennen wir, wenn wir uns verrennen, uns verausgaben oder allmählich ausbrennen, weil wir uns blindlings ins Tun gestürzt haben? Nehmen wir die Frustration wahr, die an uns nagt, wenn wir feststellen, dass all unser Tun nicht zum erwünschten Ergebnis geführt hat und lenken wir dann ein? Immerhin zerren vermeintlich dringliche Aufgaben tagtäglich an uns und wollen erledigt werden.

Wofür entscheiden wir uns im Alltag? Wollen wir die Aufgaben erst einmal erledigen, Erwartungen erfüllen und wenn das geschafft ist, dann wenden wir uns Gott zu? Oder ist ER vor allem Aktionismus unsere erste Anlaufstelle? Fragen wir zuerst nach seinem Willen, seiner Weisheit und bitten ihn um einen klaren (Über-)Blick und um seine Kraft, die uns davor schützt, auszubrennen oder preschen wir einfach los?

Ich wünsche uns, dass wir erleben, wie viel Segen auf unserem Tun (und Lassen) liegt, wenn wir Gott Gelegenheit geben, den ersten Platz in unserem Leben einzunehmen!

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen“ (Mt 6,33).

Sophie Knopp

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