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(Bild:Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik - GEP)

 

Liebe Leserinnen und Leser,

einer der innersten Wünsche des Menschen ist es, wirklich verstanden, gesehen und angenommen zu werden - so, wie man ist. Im Kontakt mit anderen Menschen wird uns nicht selten unsere begrenzte Fähigkeit, den anderen wirklich zu verstehen, bewusst.

Das, was im Innersten eines Menschen vor sich geht, bleibt oft verschlossen. Manchmal bleibt es sogar der Person selbst unzugänglich. Zuweilen gibt es auch keine Worte, um zu beschreiben, was in unserem menschlichen Innern vor sich geht.

Zur Einweihung des Jerusalemer Tempels spricht der weise König Salomo ein langes Gebet. Er betet für sein Volk, das Volk Israel. Beim Lesen seiner Fürbitte entsteht der Eindruck, dass Salomo alle denkbaren Ereignisse und Verhaltensweisen des Volkes vor Gott bringen möchte. Salomo bemüht sich, sich in die Lage seiner Landsleute hineinzuversetzen und verschiedene potenzielle Geschehnisse und ihre Auswirkungen für die Menschen zu bedenken.

So betet er: „Wenn eine Hungersnot oder Pest oder Dürre oder Getreidebrand oder Heuschrecken oder Raupen im Lande sein werden oder sein Feind im Lande seine Städte belagert oder irgendeine Plage oder Krankheit da ist – wer dann bittet und fleht, es sei jeder Mensch oder dein ganzes Volk Israel, die da ihre Plage spüren, jeder in seinem Herzen, und breiten ihre Hände aus zu diesem Hause, so wollest du hören im Himmel, an dem Ort, wo du wohnst, und gnädig sein und schaffen, dass du jedem gibst, wie er gewandelt ist, wie du sein Herz erkennst – denn du allein kennst das Herz aller Menschenkinder –, auf dass sie dich fürchten allezeit, solange sie in dem Lande leben, das du unsern Vätern gegeben hast“ (V. 37-39).

Salomo befiehlt Gott seine Landsleute an. Er weiß, dass der HERR allein das Herz aller Menschenkinder kennt. Über das Sichtbare hinaus, schaut Gott jedem einzelnen Menschen tief ins Herz. Er hört auch die unausgesprochenen, leisen Herzensgebete und er weiß genau, wie es in uns Menschen aussieht.

Das ist eine hilfreiche und tröstliche Gewissheit. Sie hilft uns, wenn uns das Innere unseres Gegenübers verschlossen bleibt und wir ihn oder sie nicht wirklich verstehen. Sie hilft uns aber auch, wenn wir selbst nicht genau wissen, wie es in uns aussieht. Im Durcheinander unserer Gedanken, Gefühle, Motive, Haltungen, Reaktionen, Entscheidungen usw. behält Gott stets den Überblick.

So lasst uns den Blick auf Gott richten, der allein die Herzen aller Menschen kennt. Lasst uns aber auch, gerade in dieser Zeit, unsere Mitmenschen nicht aus dem Blickfeld verlieren, mit ihnen in Verbindung bleiben und für sie beten, wie Salomo es getan hat.

Eure / Ihre Sophie Knopp

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