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 Liebe Leser:innen,

der Mensch, der diese Worte ausspricht hat eine tiefe innere Sehnsucht nach dem lebendigen Gott. Er ist niedergeschlagen und tief traurig. „Tränen sind [s]eine Speise bei Tag und bei Nacht“ (V. 4). Seufzend denkt er an die lebendigen Gottesdienste und die jubelnden Menschenmengen zurück, die feierlich mit ihm zum Haus des Herrn gezogen waren. Im Moment begegnet ihm im Kontakt mit den Menschen in seinem Umfeld hauptsächlich die zweifelnde, manchmal auch vorwurfsvoll oder sogar verhöhnend klingende Frage: „Wo ist [nun] dein Gott?“ (V. 4). 

Der Durst seiner Seele bricht sich in den Worten des Psalmisten Bahn. Er sehnt sich nach einer tiefen Gottesbegegnung, nach Lebendigkeit und innerlicher (Wieder-)Belebung. Nach einer lebendigen Gemeinschaft mit Gott und mit anderen Glaubenden. Nach Freude, Kraft und Begeisterung, die von innen kommen.

Kennen wir das nicht auch? Diese tiefe innere Sehnsucht nach echtem Leben? Lebensdurst und Lebenshunger? In einem Lied von Günter Mahler heißt es: „Ich habe Durst, ich hab noch Träume, will nicht so schnell zufrieden sein. Ich habe Durst, wo ist die Quelle für ein echtes Leben gegen den Schein?“. Und ein anderes Lied von Christoph Zehendner und Manfred Staiger antwortet: „Du bist die Quelle, die meine Sehnsucht stillen kann. Du bist die Quelle fang in mir an. […] Quelle des Lebens, die allezeit fließt, die täglich genug für mich hat. Quelle des Lebens. Wer davon genießt, den machst du stark und satt“.

Hier ist niemand anderes gemeint als Gott selbst. Er ist die Quelle des Lebens (Psalm 36,10). Alles Leben strömt aus ihm. Der Lebensdurst kann nur in der Gemeinschaft mit dem lebendigen dreieinigen Gott gestillt werden. In seinem Sohn Jesus Christus lädt er jeden Menschen ein, zu ihm zu kommen und sich „erquicken“ zu lassen. Er bietet uns also an, uns neu zu beleben, zu erfrischen, uns aufzurichten und zu stärken. Der Psalmist erlebt Gottes Gegenwart besonders auch in der Gemeinschaft mit anderen Gläubigen. Ein wesentlicher Erfahrungsraum ist für ihn der Gottesdienst. Dieser fängt schon mit der Vorfreude auf dem Weg zum Haus Gottes an. Gottesdienst ist Bewegung. Gottesdienst ist Lebendigkeit. Gottes Geist macht lebendig. Er haucht unserer müden und trägen Seele immer wieder Leben ein und setzt uns innerlich in Bewegung.

Der lebendige Gott lädt dich heute ein, mit deiner tiefen inneren Sehnsucht, deiner inneren Leere und Abstumpfung, deinen Wünschen und Träumen zu ihm zu kommen und dich von Neuem von ihm erfrischen und innerlich bewegen zu lassen. Nimmst du seine Einladung an dich an?

Sophie Knopp

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