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Liebe Leserinnen und Leser!

Blicken wir in unsere Gesellschaft oder auch in unser ganz persönliches Leben, dann haben wir oft den Eindruck, dass von uns verlangt wird, in allen Situationen unseres Lebens stark und souverän zu sein. Bloß keine Schwäche zeigen! So verschweigen wir womöglich, dass wir krank, traurig, schwach, verzweifelt, ausgebrannt oder ängstlich sind. Wir geben uns oft große Mühe, unser inneres Seelenleben vor anderen Menschen und oftmals sogar vor uns selbst zu verbergen, um nach außen hin eine heile Fassade zu wahren. Wie gut ist es dann, wenn wir unser Herz und unser Innerstes in solchen Momenten zumindest offen vor Gott ausschütten.

Doch auch unser Glaubensleben kann davon betroffen sein, dass wir nach außen hin unerschütterlichen Glauben demonstrieren und innerlich womöglich von Sorgen, Zweifeln und Ängsten geplagt werden. Vielleicht nehmen wir das selbst gar nicht wahr, weil wir Gott in unserem Leben ja fest und unerschütterlich vertrauen wollen.

In solchen Situationen können wir vom Vater des epilepsiekranken Jungen lernen (Markus 9, 14ff.). Er bringt seinen kranken Sohn mit der Bitte um Heilung zu Jesus. Nachdem die Jünger Jesu es nicht geschafft haben, seinen Sohn zu heilen, ist es nur menschlich, dass dem Vater Zweifel kommen. Als Jesus schließlich dazukommt, beschreibt der Vater ihm die Krankheitssymptome des Jungen und wendet sich mit einer verzweifelten Bitte an den Herrn: „wenn du aber etwas kannst, so habe Erbarmen mit uns und hilf uns!“ (V. 22). Das klingt nicht nach uneingeschränktem Vertrauen und unerschütterlichem Glauben. Darauf macht Jesus den Vater auch sogleich aufmerksam. Dabei sieht er aber auch in das von Sorge um sein krankes Kind erfüllte Herz des Vaters und er sieht, dass sich der Vater darum bemüht, fest daran zu glauben, dass Jesus sein Kind heilen kann und wird. Dem Vater wird bewusst, dass er diesen Glauben nicht aus eigener Kraft erwirken kann. Er braucht dazu Jesu Hilfe. So gesteht er aufrichtig vor dem Herrn ein: Ich will dir ja vertrauen und daran glauben, dass du meinen Sohn heilen kannst; aber bitte hilf mir, dass ich dir auch vertrauen kann! (V. 24).

Die Jahreslosung ermutigt uns, im Bezug auf unser inneres Seelen- und Glaubensleben ehrlich zu uns selbst, zu unseren Mitmenschen und vor allem zu Gott zu sein! Ich wünsche uns für dieses neue Jahr sowie auch für alle weiteren Jahre unseres Lebens, dass wir dem Beispiel des Vaters des epilepsiekranken Kindes folgen und mit unserem mangelnden Vertrauen und unseren Glaubenszweifeln immer wieder unsere Zuflucht bei Jesus suchen und dass wir alles, was uns bewegt im Gebet ehrlich vor unseren mächtigen und gnädigen Gott bringen. Er hilft uns, ganz sicher!

Eure / Ihre Sophie Knopp

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