Lebensglück und Frieden gehören aufs Engste zusammen. Wo dagegen Streit und Unfriede herrschen, blicken wir in wutver-zerrte und hasserfüllte Gesichter. In besonders tragischen Fäl-len sind sogar Gut und Leben bedroht. Deshalb wirbt Psalm 34: „Wer ist‘s, der Leben begehrt und gerne gute Tage hätte?“ Und empfiehlt: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ Dieser Zusam-menhang wird übrigens vom neutestamentlichen 1. Petrusbrief (1. Petrus 3,10–11) wortgetreu aufgegriffen. Von zentraler Be-deutung sind die Worte von Jesus: „Selig sind, die Frieden stif-ten; denn sie werden Gottes Kinder heißen“ (Matthäus 5,9).
Trotzdem werden Menschen, die sich für ein friedliches Mit-einander einsetzen, von manchen für naiv gehalten und als „Gutmenschen“ be-schimpft. Mögen sich diese Lebensklugen nicht entmutigen las-sen! Der Friedensno-belpreisträger Nelson Mandela (1918–2013) sagte: „Niemand wird geboren, um einen anderen Menschen zu hassen. Menschen müssen zu hassen lernen und wenn sie zu hassen lernen können, dann kann ihnen auch gelehrt werden zu lieben, denn Liebe empfindet das menschliche Herz viel natürlicher als ihr Gegenteil.“
Mir leuchten diese Worte ein und ich betrachte mein Leben und meine Beziehungen wie in einem Spiegel: Wo hege ich einen Groll gegen einen Mitmenschen? Was kann ich zur Besserung beitragen? Lebe ich in Unfrieden mit mir selbst? Habe ich Miss-trauen gegen Gott? Ich will dem Leben nachjagen!
Reinhard Ellsel (GEP)

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